Steinbruch / Bergwerk Lochezen, Walenstadt und Unterterzen



Wir sind jetzt auf der Ebene der obersten Brücke des folgenden Bildes:






Stollengeleise führen aus dem Berg zu den drei Brücken. Das Geleise links verbindet die obere mit der unteren Geleisebene (Beschreibung beim übernächsten Bild):





Diese drei bekannten um 1920 aufgebauten Brücken aus 'nicht alltäglicher' Perspektive. Links im Bild Teile des Weges direkt zum Grossen Platz hinunter:




Zu vorangehendem Bild: Die oberste und unterste Brücke sind Abwurfbrücken. Ihre Geleise sind auf einer Seite jeweils abgeschlossen. Die mittlere Brücke ist keine Abwurfbrücke, sondern eine reine Verbindungsbrücke der unteren und oberen Geleise-Ebene (Fahrzeug-Austausch/Service/Ausrüstungs-Transporte, es fehlen bei dieser mittleren Brücke demzufolge auch der Mitarbeitersteg [Oeffnen der Wagenklappen zur Entleerung] und das Geländer).

Das folgende Bild zeigt das 'schräg' verlaufende Verbindungsgeleise zur oberen Geleiseebene und am rechten Rand ansatzweise zwei der drei Brücken. Das Zusammenlaufen unten wird auf der nächsten Seite gezeigt:





Ein Luftbild-Ausschnitt [(c) swisstopo] von 1953 zeigt deutlich die erwähnte mittlere und schmale Verbindungsbrücke und ihre Einbindung ins Geleise-System, ferner eine heute nicht mehr bestehende - bzw. bis auf das Geleise zugedeckte - Abwurfbrücke beim 'Chalet' und links von diesem wahrscheinlich den 'umgenutzten' - heute aber nicht mehr bestehenden - historisch ersten Steinbrecher. Die rot angedeuteten Geleise verlaufen übertag, die punktierten untertag. Untertag geht das Netz natürlich weiter. Die braunen Pfeile zeigen den Weg des Gesteins von den Abwurfbrücken via Chalet-Steinbrecher zum Uebertag-Silo:


Bild: Qualitativer Uebertag-Geleiseplan mit punktiert angedeuteten Fortsetzungen im Berg



1: Start Trögers Schüttrinne
2: Rudiment dieser Schüttrinne
3: Umlenkrolle Seil Schrägaufzug
4: Maschinenhaus Schrägaufzug
5: Bergstation Seilbahn von Lochezen hinter dem Werkstattgebäude (Vorläufer Schräglift)
6: Umfahrungsstollen der Abwurfhalde zum grossen Platz
7: Abwurfbrücke
8: Verbindungsbrücke für 7 und 9
9: Abwurfbrücke
Punktiert: Äusserer Weg vom Grossen Platz zur obersten Abwurfbrücke




Der Entgleisungsschutz an der Schiene im Bereich einer kleinen Brücke weist auf eine senkrecht abfallende Felswand neben dem Geleise hin:




Von den Geleisen aus hat man eine phantastische Aussicht:





Im Schutz des Berges ruhen einige Werkstätten, zum Teil noch mit Inventar (Maschinen):





Folgendes Bild: Wir sind hier bei der obersten Abwurfbrücke (Brücken-Ebene 3). Diese Weiche ist das obere Bindeglied des Verbindungsgeleises über Brücke 2 zwischen den Brücken-Ebenen 1 und 3. Diese Weiche wurde 'offiziell' im Jahr 1984 letztmals befahren, anlässlich der Verschiebung (Bergung) der oberen O&K LD2 Lok via drei Spitzkehren zur Bergstation des Schrägaufzuges. Diese Verschiebung geriet - wie bereits erwähnt - an einer etwas abschüssigen Stelle fast ausser Kontrolle:





In diesem Bereich liegt auch diese schöne Passage des Verbindungsgeleises:







Rückblick zum Zeitraum um 1949:
Akku-Lok von Stadler [heute StadlerRail]:
(c) StadlerRail


Bild: Ein Zug auf der obersten Ebene (oberste Brücke der 'Brücken-Trillinge') zum Gesteins-Abwurf bereit.




Bild: Der entladene Zug etwas zurückgesetzt macht einen Fotohalt. Von der Treppe oben rechts im
Bild wurde das erste mit den noch beladenen Wagen aufgenommen.





Bild: Der Zug ist noch einige Meter weiter zurückgesetzt und steht immer noch auf dem Geleise der obersten
der drei Brücken bei einem weiteren Fotohalt. Im Hintergrund: Der Grosse Platz existiert noch nicht.




Ebenfalls auf dieser obersten Geleise-Ebene ist ausser dem Mast 4(4) auch die Bergstation der Seilbahn (Baujahr um 1934 anlässlich des Baues der Maschinenhäuser auf dieser Ebene) von der Lochezen her (Vorläufer Schrägaufzug und demnach bis 1956 Haupt-Transportmittel 'auf den Berg') zu sehen. Ab 1956 übernahm der neue Schrägaufzug die Hauptlast, aber die Luftseilbahn konnte bis 2001 für Materialtransporte noch benutzt werden, zumal sie höher hinauf ging, als der Schrägaufzug:






Etwas darunter der Mast 3(4) am Uebertag-Weg zum Grossen Platz hinunter (links im Bild):






Bild: Bergstation (durch Vegetation weitgehend verdeckt) und Masten Nr. 4(4) und Nr. 3(4)



Der Mast 2(4) stand an der Kante des Verbindungsweges Grosser Platz - Schrägaufzug:






Bild: Mast Nr. 1(4).




Blick vom Ort der Talstation bei der Lochezen zum Mast Nr. 1(4) hoch über der Lochezen. Man beachte die alte Silomauer und an der Hauskante die beiden übereinander liegenden Isolatoren für die zwei Bahn-Telefondrähte. Sie führen heute noch von der Westfassade des Wohnblocks in der Lochezen zum Mast Nr. 1 hinauf und zwar in respektvollem Abstand zueinander, um Kurzschlüsse bei starkem Wind zu vermeiden.





Der Mast Nr. 1 im Buschwerk über der Lochezen, die beiden wetter- und sturmerprobten Telefondrähte, die historische Silomauer und der die Seilbahn ablösende Schrägaufzug vom Standort der einstigen Seilbahn-Talstation in der Lochezen. Die Seilbahn kam aus dem inzwischen abgebrochenen - auf älteren Bildern dieser Webseite noch zu sehenden - S-förmigen Gebäude (u. a. Schreinerei) heraus:





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