Seemühle Walenstadt, Borner AG
Bergwerk/Steinbruch Lochezen, CKU



- Bergwerk/Kalkbergwerk/Stollen der Seemühle Walenstadt, Borner AG
- Bergwerk/Steinbruch und Stollen Lochezen
- Cement- und Kalkfabrik Unterterzen, CKU
- See Kies AG Walenstadt
- Stollen-Befahrung (Begehung), Bilder und Geschichte dieser Bergwerke

Stand: 19.11.2018

Disclaimer
Bilder und Text sind keine Einladung oder Anleitung zum verbotenen Begehen des Untertag-Labyrinths, sondern sollen ersatzweise eine virtuelle Stollen/Höhlen-Tour zu Hause am PC ermöglichen und v. a. die Erinnerung an die interessante, aber auch entbehrungsreiche Bergbauepoche bei Walenstadt wach halten.

Fehlerhinweise/Ergänzungen/Impressum: Paul Gantner: hb4rb@sarganserland-walensee.ch.



Bild: Die Seemühle in den 1950er-Jahren (Abbruch 1967)


  • Lochezen und Seemühle sind Bergwerke der Extraklasse: Spezielle topografische/tektonische Verhältnisse, Abgrenzung durch einen See (Walensee), erster industrieller Untertag-Abbau von Kalk-/Cement-Material der Schweiz, exklusive Abbau- und Abtransport-Logistik.

  • Die komplexe Geschichte der beiden Bergwerke wird auf der letzten Seite der folgenden Stollen-/Höhlen-Dokumentation betrachtet.

  • Die folgende Tour führt durch die Stollen der Seemühle via unterirdisches historisches Militärspital in die Stollen der Lochezen hinauf.

  • Bei verlinkten Exkursen (Detail-Betrachtungen) erfolgt die präzise Rückkehr zum Hauptartikel über den Zurückbutton des Browsers.

Start beim 'Tunnel Ost' der Seemühle

Das Bergwerk Seemühle hat drei Bergwerksbahn-Eingangs-Tunnels, wovon zwei heute nicht mehr durchgängig sind und ein 'Personen-Durchgangs-Fenster':


Siegfriedkarte 1906 [swisstopo], 2 Tunnels ergänzt


Und los geht die Tour:

Der unterste und noch intakte Eingang ('Tunnel Ost') zum Bergwerk Seemühle (Sohle 0):





Dieser Stollen-Eingang weist versteckt Reste einer Jahreszahl auf (gefunden: Valentin Schoch). Unter der Annahme, dass die zweite Ziffer eine 8 bedeutet, ist das Zeitfenster nach oben durch 1899 und nach unten auf Grund historischer Quellen durch 1892 [Betriebsaufnahme der Seemühle] begrenzt. Das Schriftbild dürfte für 1896 sprechen:





Für den etwa 85 Meter westwärts und ca 5 m höher gelegenen und übertag verschütteten Stollen-Eingang ('Tunnel Mitte') ist die wahrscheinlichste Jahreszahl 1892 (Betriebsaufnahme der Seemühle).

Der dritte und letzte, ebenfalls übertag verschüttete Tunnel/Stollen ('Tunnel West', unterhalb des Bruchweges in dessen oberstem Teil) erscheint 1906 auf der Siegfriedkarte und dürfte demnach ähnlich alt sein.

Die beiden heute verschütteten Tunnels/Stollen von 1892 ('Tunnel Mitte') und von vor 1906 ('Tunnel West') werden weiter hinten dokumentiert, denn ihre Untertag-Zugänge/Portale sind im Berg drin noch völlig intakt und gut zu sehen.


Der Eingangsstollen von 1896 ('Tunnel Ost') ist in seiner ganzen Länge noch komplett erhalten mitsamt Geleise und begehbar. Wir beginnen an dessen Eingangsportal unsere Reise in die Vergangenheit:



Bild: Start in das irdische 'Schwarze Loch' ('Tunnel Ost'):


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