Steinbruch / Bergwerk Lochezen, Walenstadt und Unterterzen



Wir sind jetzt auf der Ebene der obersten Brücke des folgenden Bildes:






Stollengeleise führen aus dem Berg zu den drei Brücken. Das Geleise links verbindet die obere mit der unteren Geleisebene (Beschreibung beim übernächsten Bild):





Diese drei bekannten noch vorhandene Brücken aus 'nicht alltäglicher' Perspektive im Feb. 2016. Ferner links im Bild Teile des Weges direkt zum Grossen Platz hinunter:




Zu vorangehendem Bild: Die oberste und unterste Brücke sind Abwurfbrücken. Ihre Geleise sind auf einer Seite jeweils abgeschlossen. Die mittlere Brücke ist keine Abwurfbrücke, sondern eine reine Verbindungsbrücke der unteren und oberen Geleise-Ebene (Fahrzeug-Austausch/Service/Ausrüstungs-Transporte, es fehlen bei dieser mittleren Brücke demzufolge auch der Mitarbeitersteg [Oeffnen der Wagenklappen zur Entleerung] und das Geländer).

Das folgende Bild zeigt das 'schräg' verlaufende Verbindungsgeleise zur oberen Geleiseebene und am rechten Rand ansatzweise zwei der drei Brücken. Das Zusammenlaufen unten wird auf der nächsten Seite gezeigt:





Ein Luftbild-Ausschnitt [(c) swisstopo] von 1953 zeigt deutlich die erwähnte mittlere und schmale Verbindungsbrücke und ihre Einbindung ins Geleise-System, ferner eine heute nicht mehr bestehende - bzw. bis auf das Geleise zugedeckte - Abwurfbrücke beim 'Chalet' und links von diesem wahrscheinlich den 'umgenutzten' - heute aber nicht mehr bestehenden - historisch ersten Steinbrecher. Die rot angedeuteten Geleise verlaufen übertag, die punktierten untertag. Untertag geht das Netz natürlich weiter. Die braunen Pfeile zeigen den Weg des Gesteins von den Abwurfbrücken via Chalet-Steinbrecher zum Uebertag-Silo:


Bild: Qualitativer Uebertag-Geleiseplan mit punktiert angedeuteten Fortsetzungen im Berg



Bildlegende: 1: Start Trögers Schüttrinne; 2: Rudiment dieser Schüttrinne; 3: Umlenkrolle Seil Schrägaufzug; 4: Maschinenhaus Schrägaufzug;
5: Bergstation Seilbahn von Lochezen hinter dem Werkstattgebäude (Vorläufer Schräglift); 6: Umfahrungsstollen der Abwurfhalde zum grossen
Platz; 7: Abwurfbrücke; 8: Verbindungsbrücke für 7 und 9; 9: Abwurfbrücke. Punktiert: Äusserer Weg vom Grossen Platz zur obersten Abwurfbrücke.



Der Entgleisungsschutz an der Schiene im Bereich einer kleinen Brücke weist auf eine senkrecht abfallende Felswand neben dem Geleise hin:




Von den Geleisen aus hat man eine phantastische Aussicht:





Im Schutz des Berges ruhen einige Werkstätten, zum Teil noch mit Inventar (Maschinen):





Folgendes Bild: Bei der obersten Abwurfbrücke (Brücken-Ebene 3). Diese Weiche ist ein Bindeglied des Verbindungsgeleises (Brücke 2) zwischen den Brücken-Ebenen 1 und 3. Eine Fahrt von der Brücke 1 in die Werkstatt erforderte 3 Spitzkehren. Die letzte war hier:





In diesem Bereich liegt auch diese schöne Passage des Verbindungsgeleises:







Rückblick zum Zeitraum 1948/50:
Akku-Lok (Ablösung Diesel-Maschinen) von Stadler (heute StadlerRail) auf diesem Plateau:
(c) StadlerRail


Bild: Ein Zug auf der obersten Ebene (oberste Brücke der 'Brücken-Trillinge') zum Gesteins-Abwurf bereit.




Bild: Der entladene Zug etwas zurückgesetzt macht einen Fotohalt. Von der Treppe oben rechts im
Bild wurde das erste mit den noch beladenen Wagen aufgenommen.





Bild: Der Zug ist noch einige Meter weiter zurückgesetzt und steht immer noch auf dem Geleise der obersten
der drei Brücken bei einem weiteren Fotohalt. Im Hintergrund: Der Grosse Platz existiert noch nicht.




Ebenfalls auf dieser obersten Geleise-Ebene ist ausser dem Masten 3(3) auch die Bergstation der Seilbahn (Baujahr um 1934 anlässlich des Baues der Maschinenhäuser auf dieser Ebene) von der Lochezen her (Vorläufer Schrägaufzug und demnach bis 1956 Haupt-Transportmittel 'auf den Berg' zu sehen. Ab 1956 übernahm der neue Schrägaufzug die Hauptlast, aber die Luftseilbahn konnte bis 2001 für Materialtransporte noch benutzt werden, zumal sie höher hinauf ging, als der Schrägaufzug:




Etwas darunter der Mast 2 am Uebertag-Weg zum Grossen Platz hinunter (links im Bild):





Im Folgenden die gesamte Seilbahn:


Bild: Bergstation und Masten Nr. 3 und Nr. 2



Bild: Mast Nr. 1. Von hier ging es direkt zur Talstation am ehemaligen Standort der Lochezen-Brennerei hinunter.




Blick vom Ort der Talstation bei der Lochezen zum Mast Nr. 1 hoch über der Lochezen. Man beachte die alte Silomauer und an der Hauskante die beiden übereinander liegenden Isolatoren für die zwei Bahn-Telefondrähte. Sie führen heute noch von der Westfassade des Wohnblocks in der Lochezen zum Mast Nr. 1 hinauf und zwar in respektvollem Abstand zueinander, um Kurzschlüsse bei starkem Wind zu vermeiden.





Der Mast Nr. 1 im Buschwerk über der Lochezen, die beiden wetter- und sturmerprobten Telefondrähte, die historische Silomauer und der die Seilbahn ablösende Schrägaufzug vom Standort der einstigen Seilbahn-Talstation in der Lochezen. Die Seilbahn kam aus dem inzwischen abgebrochenen - auf älteren Bildern dieser Webseite noch zu sehenden - S-förmigen Gebäude (u. a. Schreinerei) heraus:





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